Verspannungen durch Stress sind ein weit verbreitetes Problem, das sowohl physische als auch psychische Auswirkungen hat. Nackenschmerzen und Nackenverspannungen sind ebenfalls häufige Symptome, die durch Stress verursacht werden. Sie entstehen, wenn Stresshormone wie Adrenalin und Cortisol den Muskeltonus erhöhen, was zu anhaltender Anspannung und Schmerzen führen kann. Diese Verspannungen manifestieren sich häufig in Nacken, Schultern und Rücken und können zu chronischen Schmerzen und Bewegungseinschränkungen führen. Psychische Verspannungen, die durch emotionale Belastungen und Stress hervorgerufen werden, können ebenfalls zu körperlichen Beschwerden führen.

Ursachen von stressbedingten Verspannungen

1. Psychische Belastung

Stress entsteht durch verschiedene psychische Belastungen, die den Alltag dominieren können:

Arbeitsdruck:

Hohe Anforderungen am Arbeitsplatz, enge Deadlines, Überstunden und hohe Erwartungen können zu einem dauerhaften Anstieg des Stresslevels führen. Dies führt häufig zu einem Zustand permanenter Anspannung und Unruhe, der sich physisch durch Muskelverspannungen manifestieren kann.

Finanzielle Sorgen:

Finanzielle Unsicherheiten, Schulden oder Existenzängste sind häufige Stressfaktoren. Die ständige Sorge um die finanzielle Zukunft kann zu chronischer Anspannung und innerer Unruhe führen, die sich in körperlichen Symptomen wie Verspannungen äußern.

 

Rückenschmerzen können durch Stress entstehen und sind ein ständiger Begleiter im Alltag.

Rückenschmerzen können durch Stress entstehen und sind ein ständiger Begleiter im Alltag.

 

Zwischenmenschliche Konflikte:

Probleme in Beziehungen, sei es in der Familie, mit Freunden oder am Arbeitsplatz, belasten die Psyche erheblich. Konflikte und ungelöste emotionale Spannungen führen zu einem Anstieg von Stresshormonen im Körper, was wiederum Muskelverspannungen verursachen kann.

Diese psychischen Belastungen erzeugen einen konstanten inneren Druck, der den Körper in Alarmbereitschaft versetzt. Dieser Zustand der Alarmbereitschaft ist nicht nur mental belastend, sondern auch körperlich spürbar.

2. Physische Reaktionen

Stress löst im Körper eine Reihe von physiologischen Reaktionen aus, die evolutionär bedingt als Schutzmechanismen dienen sollen:

Adrenalin und Cortisol:

Diese Stresshormone werden in Stresssituationen ausgeschüttet und bereiten den Körper auf eine schnelle Reaktion vor („Kampf-oder-Flucht“-Reaktion). Sie erhöhen den Muskeltonus, um den Körper auf eine sofortige Aktion vorzubereiten. Während dies in akuten Gefahrensituationen sinnvoll ist, führt dauerhafter Stress zu einer kontinuierlichen Anspannung der Muskulatur.

 

Entspannungsübungen können helfen die Schmerzen im Bereich des Rückens zu lindern.

Entspannungsübungen können helfen die Schmerzen im Bereich des Rückens zu lindern.

 

Muskelanspannung:

Die ständige Ausschüttung von Stresshormonen führt zu einer unbewussten Anspannung der Muskeln. Diese Spannung ist oft nicht sofort spürbar, kann aber über einen längeren Zeitraum hinweg zu schmerzhaften Verspannungen und chronischen Beschwerden führen.

Evolutionäre Mechanismen:

Die evolutionären Schutzreaktionen des Körpers sind darauf ausgelegt, kurzfristige Gefahren abzuwehren. In der modernen Welt jedoch sind viele Stressoren nicht von kurzer Dauer, sondern anhaltend. Diese Dauerstressoren führen zu einer ständigen Belastung des Körpers, die sich in chronischen Verspannungen und Schmerzen niederschlägt.

3. Schlechte Körperhaltung

Stress beeinflusst unbewusst unsere Körperhaltung und kann zu einer Vielzahl von körperlichen Beschwerden führen:

Zusammengezogene Schultern:

Unter Stress neigen viele Menschen dazu, die Schultern hochzuziehen und anzuspannen. Diese Haltung führt zu einer übermäßigen Belastung der Nacken- und Schultermuskulatur und kann chronische Verspannungen und Schmerzen in diesen Bereichen verursachen.

 

Eine Stärkung der Muskulatur ist bei Schmerzen im Rücken- und Nackenbereich empfohlen, um das Stresslevel zu reduzieren.

Eine Stärkung der Muskulatur ist bei Schmerzen im Rücken- und Nackenbereich empfohlen, um das Stresslevel zu reduzieren.

 

Gebeugte Haltung:

Stress kann dazu führen, dass Menschen sich „klein machen“, was oft in einer gebeugten Haltung resultiert. Diese Position belastet die Rückenmuskulatur und die Wirbelsäule zusätzlich und kann zu langfristigen Haltungsschäden führen.

Erhöhte Muskelspannung:

Eine schlechte Körperhaltung in Kombination mit erhöhter Muskelspannung durch Stress verstärkt die Belastung der Muskulatur. Dies führt zu einer ungleichmäßigen Belastung der Muskeln und Gelenke, was langfristig zu Fehlhaltungen und chronischen Schmerzen beitragen kann.

Lösungsmöglichkeiten bei Verspannungen durch Stress

  1. Physiotherapie: Gezielte physiotherapeutische Maßnahmen wie Massagen, manuelle Therapie oder gezielte Übungen können helfen, bestehende Verspannungen zu lösen und die Muskulatur zu stärken.

  2. Regelmäßige Bewegung: Ein aktiver Lebensstil mit regelmäßiger Bewegung kann helfen, Stress abzubauen und die Muskulatur zu lockern. Aktivitäten wie Yoga, Schwimmen oder einfache Spaziergänge sind hierbei besonders effektiv.

  3. Entspannungstechniken: Techniken wie Progressive Muskelentspannung, autogenes Training oder Meditation können helfen, den Stresslevel zu senken und die Muskulatur zu entspannen.

  4. Ergonomische Anpassungen: Ein ergonomisch gestalteter Arbeitsplatz kann dazu beitragen, Verspannungen zu vermeiden. Achten Sie auf eine gute Sitzhaltung, einen geeigneten Bildschirmabstand und regelmäßige Pausen zur Bewegung.

 

Das Gehirn antwortet dem Körper mit einer Stressreaktion. Dadurch erhöht der Körper die Anspannung in der Muskulatur, was zu einem Schmerz führen kann.

Das Gehirn antwortet dem Körper mit einer Stressreaktion. Dadurch erhöht der Körper die Anspannung in der Muskulatur, was zu einem Schmerz führen kann.

 

Präventive Maßnahmen zur Vermeidung von Verspannungen

1. Stressmanagement

Effektives Stressmanagement ist entscheidend, um den Stresslevel zu senken und damit verbundene Verspannungen zu vermeiden. Hier sind einige konkrete Ansätze:

Zeitmanagement:

Planen Sie Ihre Zeit effizient. Nutzen Sie Techniken wie die Pomodoro-Methode, bei der Sie in festen Zeitintervallen arbeiten und regelmäßig Pausen einlegen. Ein strukturierter Tagesablauf hilft, Überforderung zu vermeiden und ermöglicht es Ihnen, Aufgaben gezielt und ohne Hektik zu erledigen.

Prioritätensetzung:

Lernen Sie, Aufgaben zu priorisieren. Identifizieren Sie die wichtigsten und dringendsten Aufgaben und bearbeiten Sie diese zuerst. Weniger wichtige Aufgaben können nach hinten geschoben oder delegiert werden. Das Setzen von Prioritäten hilft, den Überblick zu behalten und Stress zu reduzieren.

Grenzen setzen:

Es ist wichtig, klare Grenzen zu ziehen, sowohl beruflich als auch privat. Sagen Sie nein zu zusätzlichen Aufgaben, wenn Ihr Zeitplan bereits voll ist, und nehmen Sie sich Zeit für sich selbst. Grenzen setzen schützt vor Überlastung und hilft, ein gesundes Gleichgewicht zu bewahren.

 

Vor allem nach der Arbeit, die sehr stressbehaftet sein kann, empfiehlt es sich, etwas gegen den Stress zu tun.

Vor allem nach der Arbeit, die sehr stressbehaftet sein kann, empfiehlt es sich, etwas gegen den Stress zu tun.

 

Austausch mit Freunden:

Der Austausch mit Freunden und Familie kann eine wertvolle Unterstützung sein. Reden Sie über Ihre Sorgen und Ängste und holen Sie sich Rat und Zuspruch. Soziale Unterstützung hilft, Stress abzubauen und emotionale Belastungen zu reduzieren.

Coaching und Beratung:

Professionelles Coaching oder eine psychologische Beratung können helfen, individuelle Stressbewältigungsstrategien zu entwickeln. Ein Coach kann Ihnen Techniken zur Stressreduktion vermitteln und Sie dabei unterstützen, langfristige Lösungen für Ihre Stressoren zu finden.

2. Gesunde Lebensweise

Eine gesunde Lebensweise ist ein wichtiger Faktor zur Stressreduktion und zur Vermeidung von Verspannungen. Hier einige konkrete Tipps:

Ausgewogene Ernährung:

Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung, die reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Ballaststoffen ist. Vermeiden Sie übermäßigen Konsum von Zucker, Koffein und Alkohol, da diese Substanzen den Stresslevel erhöhen können. Eine gesunde Ernährung unterstützt die körperliche und geistige Gesundheit.

 

Viele Menschen haben Angst vor Krafttraining. Die Aktivität beim Kraftsport hilft aber Stress zu reduzieren.

Viele Menschen haben Angst vor Krafttraining. Die Aktivität beim Kraftsport hilft aber Stress zu reduzieren.

 

Ausreichend Schlaf:

Sorgen Sie für ausreichenden und erholsamen Schlaf. Ein regelmäßiger Schlafrhythmus und eine gute Schlafhygiene sind wichtig, um den Körper zu regenerieren und den Stresslevel zu senken. Versuchen Sie, mindestens 7-8 Stunden pro Nacht zu schlafen.

Regelmäßige Bewegung:

Integrieren Sie regelmäßige Bewegung in Ihren Alltag. Aktivitäten wie Joggen, Schwimmen, Radfahren oder Yoga helfen, Stress abzubauen und die Muskulatur zu stärken. Regelmäßige Bewegung verbessert die Durchblutung und fördert die Entspannung der Muskeln.

 

Viel Stress auf der Arbeit kann als Folge Verspannungen im Bereich der Schulter, am Brustkorb, der Wirbelsäule, etc.

Viel Stress auf der Arbeit kann als Folge Verspannungen im Bereich der Schulter, am Brustkorb, der Wirbelsäule, etc.

 

3. Achtsamkeit im Alltag

Achtsamkeit hilft, den Moment bewusst zu erleben und den Stresslevel zu senken. Hier sind einige Ansätze:

Achtsamkeitsübungen:

Praktizieren Sie regelmäßig Achtsamkeitsübungen wie Meditation oder Atemübungen. Setzen Sie sich an einen ruhigen Ort, schließen Sie die Augen und konzentrieren Sie sich auf Ihre Atmung. Diese Übungen helfen, den Geist zu beruhigen und den Körper zu entspannen.

Kleine Pausen:

Nehmen Sie sich im Alltag bewusst kleine Pausen, in denen Sie sich dehnen oder ein paar tiefe Atemzüge nehmen. Diese kurzen Unterbrechungen helfen, den Körper zu entspannen und den Stresslevel zu senken.

 

Auch sitzen, wie zum Beispiel bei einem Bürojob, verspannen die Muskeln und lösen Schmerzen aus. Die Lösung dazu ist Bewegung, Entspannungstechniken und Krafttraining.

Auch sitzen, wie zum Beispiel bei einem Bürojob, verspannen die Muskeln und lösen Schmerzen aus. Die Lösung dazu ist Bewegung, Entspannungstechniken und Krafttraining.

 

Achtsame Tätigkeiten:

Versuchen Sie, alltägliche Tätigkeiten achtsam auszuführen. Ob beim Zähneputzen, Essen oder Spazierengehen – konzentrieren Sie sich auf den Moment und nehmen Sie Ihre Umgebung bewusst wahr. Achtsamkeit im Alltag hilft, den Kopf frei zu bekommen und den Stresslevel zu senken.

4. Regelmäßige Bewegungspausen

Besonders bei sitzender Tätigkeit ist es wichtig, regelmäßige Bewegungspausen einzulegen, um Verspannungen vorzubeugen:

Bewegungspausen:

Planen Sie feste Bewegungspausen in Ihren Arbeitsalltag ein. Stehen Sie mindestens einmal pro Stunde auf, strecken Sie sich und machen Sie ein paar Schritte. Diese Pausen helfen, die Muskulatur zu lockern und die Durchblutung zu fördern.

Dehnübungen:

Integrieren Sie einfache Dehnübungen in Ihre Pausen. Dehnen Sie den Nacken, die Schultern und den Rücken, um Verspannungen zu lösen. Regelmäßiges Dehnen hilft, die Flexibilität zu erhalten und Muskelverspannungen vorzubeugen.

Ergonomische Arbeitsplatzgestaltung:

Achten Sie auf eine ergonomische Gestaltung Ihres Arbeitsplatzes. Ein höhenverstellbarer Schreibtisch, ein ergonomischer Stuhl und ein gut platzierter Monitor können helfen, eine gute Körperhaltung zu bewahren und Verspannungen zu vermeiden.

 

Ein gezieltes Krafttraining kann Nackenschmerzen, Muskelverspannungen, psychische Verspannungen und Schmerzen lindern.

Ein gezieltes Krafttraining kann Nackenschmerzen, Muskelverspannungen, psychische Verspannungen und Schmerzen lindern.

 

Kritische Betrachtung

Obwohl die genannten Maßnahmen effektiv sein können, ist es wichtig zu beachten, dass jeder Mensch unterschiedlich auf Stress reagiert und individuelle Lösungen benötigt. Was bei einer Person gut funktioniert, kann bei einer anderen weniger wirksam sein. Zudem können chronische Verspannungen auch auf andere gesundheitliche Probleme hinweisen, die ärztlich abgeklärt werden sollten. Ein ganzheitlicher Ansatz, der sowohl physische als auch psychische Aspekte berücksichtigt, ist daher essenziell.

Durch die Kombination aus physiotherapeutischen Maßnahmen, bewusster Stressbewältigung und präventiven Anpassungen im Alltag können stressbedingte Verspannungen effektiv reduziert und langfristig vermieden werden.

 

Spannungen in der Muskulatur können bei der Behandlung von Schmerzen eine wichtige Rolle spielen. Es gibt verschiedene Therapieansätze, um das Wohlbefinden wiederherzustellen.

Spannungen in der Muskulatur können bei der Behandlung von Schmerzen eine wichtige Rolle spielen. Es gibt verschiedene Therapieansätze, um das Wohlbefinden wiederherzustellen.

 

Können Faszien verkleben? Symptome von verklebten Faszien

Lesedauer: ca. 5 Minuten

Im folgenden Blogbeitrag möchten wir das Thema “Verklebte Faszien und deren Symptome” aus einer evidenzbasierten Perspektive betrachten und gleichzeitig gängige Mythen rund um Faszientherapien hinterfragen.

Faszien – Was sind sie eigentlich?

Faszien bilden ein umfassendes Netzwerk aus bindegewebsartigen Strukturen, das den gesamten Körper durchzieht und verschiedene Funktionen erfüllt, die weit über die bloße Ummantelung der Muskulatur und Muskelstränge hinausgehen.

Ihre Bedeutung für die Gesundheit und Funktionalität des menschlichen Körpers wird zunehmend anerkannt, dennoch stellt die wissenschaftliche Definition und Kategorisierung von Faszien eine Herausforderung dar.

Durch das Rollen auf einer Faszienrolle kann das Bindegewebe beschädigt werden. Man kann keine verklebte Faszien lösen durch eine Faszienrolle.

Durch das Rollen auf einer Faszienrolle kann das Bindegewebe beschädigt werden. Man kann keine verklebte Faszien lösen durch eine Faszienrolle.

Strukturelle und mechanische Eigenschaften

Faszien sind aus mehreren Schichten zusammengesetzt, die aus kollagenen Fasern, elastischen Fasern und einer Grundsubstanz bestehen, die reich an Glykosaminoglykanen ist. Diese Zusammensetzung ermöglicht es den Faszien, sowohl große Zugkräfte zu widerstehen als auch eine gewisse Elastizität zu bewahren.

Die mechanischen Eigenschaften der Faszien sind entscheidend für ihre Fähigkeit, Kräfte im Körper zu übertragen und zu verteilen, was insbesondere bei Bewegungen und Belastungen von Bedeutung ist.

Biologische und physiologische Funktionen

Faszien spielen eine zentrale Rolle in der physiologischen Funktion des Körpers, indem sie:

Kraftübertragung und Muskelkoordination:

Faszien spielen eine entscheidende Rolle bei der Übertragung von Muskelkräften. Sie ermöglichen eine effiziente Verteilung von Spannung und Belastung über verschiedene Muskelgruppen und tragen so zu einer harmonischen Muskelkoordination bei. Dies ist besonders relevant für die Ausführung komplexer Bewegungen und die Aufrechterhaltung der Körperstabilität.

“Faszienschmerzen” werden in der Regel durch Massage der Muskeln “gelockert” und “gelöst”. Eine Differenzierung zwischen Muskel und Fasziengewebe ist nicht möglich.

“Faszienschmerzen” werden in der Regel durch Massage der Muskeln “gelockert” und “gelöst”. Eine Differenzierung zwischen Muskel und Fasziengewebe ist nicht möglich.

Schmerzempfindung und propriozeptive Funktionen:

Faszien enthalten Nervenendigungen, die wesentlich zur Propriozeption – dem Bewusstsein über die Position des Körpers im Raum – sowie zur Schmerzwahrnehmung beitragen.

Stoffwechsel und Immunfunktion:

Sie spielen eine Rolle im metabolischen Austausch und in der Immunantwort, indem sie als Barriere und als Pfad für den Transport von Flüssigkeiten und gelösten Stoffen dienen.

Die Ursache für die Schmerzen ist meist multifaktoriell bedingt und können nicht nur auf das "Fasziennetzwerk" zurückzuführen sein.

Die Ursache für die Schmerzen ist meist multifaktoriell bedingt und können nicht nur auf das „Fasziennetzwerk“ zurückzuführen sein.

Sensorische Funktionen:

Faszien sind reich an sensorischen Nervenendigungen und tragen damit wesentlich zur Propriozeption bei – unserem Sinn für die Position und Bewegung unseres Körpers im Raum. Sie helfen dem Körper, sich an Veränderungen in der Umwelt anzupassen und Bewegungen präzise zu steuern.

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Unterstützung der Muskelpumpe:

Durch ihre elastischen Eigenschaften unterstützen Faszien die Muskelpumpe bei der Rückführung von Blut zum Herzen. Diese Funktion ist besonders wichtig für die Venenzirkulation in den unteren Extremitäten und kann zur Vorbeugung von Venenerkrankungen beitragen.

Unterstützung und Schutz der Organe:

Faszien stützen und schützen die Organe, indem sie als elastisches und flexibles Netzwerk fungieren. Sie ermöglichen die Bewegung der Organe und unterstützen deren ordnungsgemäße Funktion während Aktivitäten wie Atmung und Verdauung.

Bewegungsschmerzen sind meistens multifaktoriell und nicht auf eine Sache, wie zum Beispiel das Verkleben des Fasziengewebes, zurückzuführen.

Bewegungsschmerzen sind meistens multifaktoriell und nicht auf eine Sache, wie zum Beispiel das Verkleben des Fasziengewebes, zurückzuführen.

Faszien und systemische Gesundheitsbedingungen

Interessanterweise werden Faszien auch im Zusammenhang mit systemischen Gesundheitszuständen wie Fibromyalgie und chronischem Entzündungssyndrom erforscht. Es gibt Hinweise darauf, dass Veränderungen in der Faszienstruktur und -funktion zu den Symptomen dieser Zustände beitragen können, indem sie entzündliche Prozesse fördern oder die Schmerzempfindlichkeit erhöhen.

Neue Therapieansätze

Aufgrund ihres umfassenden Einflusses auf die Körpermechanik und die Schmerzleitung sind Faszien ein beliebtes Ziel für therapeutische Interventionen. Neben den bereits bekannten Methoden wie Faszienrollen oder manueller Therapie werden Techniken wie Ultraschalltherapie und laserbasierte Therapien erforscht, um die Gesundheit der Faszien zu fördern und schmerzhafte Zustände zu behandeln.

Ein weiterer wichtiger Ansatz ist das Faszientraining. Faszientraining umfasst verschiedene Methoden und Techniken, die Druck auf Muskeln und Faszien ausüben, um deren Beweglichkeit zu verbessern und Schmerzen zu lindern. Es spielt sowohl in der Physiotherapie als auch im individuellen Training eine bedeutende Rolle. Zu den häufig verwendeten Hilfsmitteln gehören Faszienrollen, Bälle und spezielle Dehnübungen, die darauf abzielen, die Faszien gesund zu halten und Verklebungen zu lösen.

Um Faszienverklebungen zu erfühlen braucht es mehr Kraft, als die der Hände eines Therapeuten. In der Regel spricht man hier von Kräften ab 600 kg, um 1% Veränderung zu erzielen.

Um Faszienverklebungen zu erfühlen braucht es mehr Kraft, als die der Hände eines Therapeuten. In der Regel spricht man hier von Kräften ab 600 kg, um 1% Veränderung zu erzielen.

Aktuelle Forschungsprojekte und -ergebnisse

Forscher wie Robert Schleip und Carla Stecco sind führend in der Forschung der Faszien und veröffentlichen regelmäßig Studien, die unser Verständnis der Faszien weiter vertiefen. Konferenzen wie das internationale Fascia Research Congress bieten eine Plattform für Wissenschaftler, um die neuesten Entdeckungen und therapeutischen Ansätze zu diskutieren.

Weiterführende Literatur und Ressourcen

Für diejenigen, die sich weiter über Faszien informieren möchten, empfehlen sich folgende Ressourcen:

  • Bücher: “Anatomy Trains” von Thomas Myers bietet eine detaillierte Analyse der myofaszialen Verbindungen im Körper.

  • Forschungsartikel: Artikel in Fachzeitschriften wie das “Journal of Bodywork and Movement Therapies” enthalten peer-reviewed Studien über Faszien.

  • Online-Ressourcen: Websites wie das Fascia Research Project (Universität Ulm, Deutschland) bieten Zugang zu aktuellen Studien und Konferenzmaterialien.

Faszienbälle sind ein beliebtes Tool, um vor allem im Bereich des Nacken, am Rücken oder anderen Körperregionen eine Massage durchzuführen. Verklebte Faszien löst man damit aber nicht.

Faszienbälle sind ein beliebtes Tool, um vor allem im Bereich des Nacken, am Rücken oder anderen Körperregionen eine Massage durchzuführen. Verklebte Faszien löst man damit aber nicht.

Multifunktionale Rolle der Faszien

Herausforderungen bei der Definition und Kategorisierung

Die wissenschaftliche Gemeinschaft hat noch keine einheitliche Definition für Faszien gefunden. Ein Grund hierfür ist die große Vielfalt und Komplexität der Strukturen, die unter dem Begriff “Faszie” zusammengefasst werden können.

Faszien umfassen nicht nur die tiefen und oberflächlichen Hüllen, die Muskeln und Muskelgruppen umgeben, sondern auch Sehnenplatten, Ligamente und andere bindegewebsartige Strukturen, die eine wichtige Rolle in der strukturellen Integrität und Funktionalität des Bewegungsapparates spielen​​.

Verklebte Faszien werden in der Wissenschaft kritisch hinterfragt. Das Fasziengewebe durch manuelle Techniken zu beeinflussen, ist mit normaler menschlicher Kraft nicht möglich.

Verklebte Faszien werden in der Wissenschaft kritisch hinterfragt. Das Fasziengewebe durch manuelle Techniken zu beeinflussen, ist mit normaler menschlicher Kraft nicht möglich.

Die Uneinigkeit über welche Strukturen genau zu den Faszien gehören, spiegelt die Schwierigkeit wider, ein System zu kategorisieren, das so tief in die funktionelle Anatomie des menschlichen Körpers integriert ist. Darüber hinaus variiert die Dichte und Zusammensetzung der Faszien im Körper, was eine weitere Komplexitätsebene hinzufügt.

Verklebte Faszien und ihre Symptome – Ein kritischer Blick

In den letzten Jahren hat die Vorstellung, dass verklebte Faszien für eine Vielzahl von Schmerzen und gesundheitlichen Problemen verantwortlich sein können, große Popularität erlangt. Es wurden verschiedenste Therapieansätze wie Faszienrollen, spezielle Übungen oder manuelle Techniken propagiert, um die vermeintlich verklebten Faszien zu behandeln​​.

Je nach Technik kann es zu anderen Verletzungen des Bindegewebes oder der Haut kommen.

Je nach Technik kann es zu anderen Verletzungen des Bindegewebes oder der Haut kommen.

Die Idee, dass Faszien “verkleben” können und so zu Schmerzen und Bewegungseinschränkungen führen, hat sich weit verbreitet. Doch aus wissenschaftlicher Sicht gibt es hierfür wenig bis gar keine Evidenz. Die Annahme, dass Faszien durch manuelle Therapien oder Hilfsmittel wie Faszienrollen einfach “entklebt” oder dauerhaft verändert werden können, hält einer kritischen Überprüfung nicht stand.

Forschungen zeigen, dass die Kräfte, die nötig wären, um Strukturen der Faszien signifikant zu verformen, weit über dem liegen, was durch solche Therapien erreicht werden kann​​.

Die Ursachen für Schmerzen sind von Mensch zu Mensch unterschiedlich und lassen sich nicht pauschalisieren. Ein “Rollen” des Bindegewebes und der Muskeln kann zu kurzzeitiger Entlastung des Schmerzes führen.

Die Ursachen für Schmerzen sind von Mensch zu Mensch unterschiedlich und lassen sich nicht pauschalisieren. Ein “Rollen” des Bindegewebes und der Muskeln kann zu kurzzeitiger Entlastung des Schmerzes führen.

Der Sportwissenschaftler Jan Wilke erklärt in einem Interview mit dem Wissenschaftsmagazin „Spektrum“, dass Faszien nicht verkleben würden. Diese Aussage steht im Gegensatz zu der weit verbreiteten Idee, dass verklebte Faszien gesundheitliche Probleme verursachen können. Wilke unterstreicht die Bedeutung von Übungen zur Pflege der Faszien, insbesondere durch Hartschaumrollen.

Ursachen für verklebte Faszien

Verklebte Faszien können durch eine Vielzahl von Faktoren verursacht werden. Eine der häufigsten Ursachen ist Bewegungsmangel. Wenn die Faszien nicht regelmäßig durch Bewegung beansprucht werden, können sie verkleben und verhärten, was zu Schmerzen und Bewegungseinschränkungen führt. Eine ungesunde Ernährung kann ebenfalls eine Rolle spielen. Eine Ernährung, die reich an säurebildenden Lebensmitteln ist, kann zu einer Übersäuerung des Körpers führen, was die Faszien schädigen kann. Auch Stress und innere Unruhe sind bedeutende Faktoren, da sie den Muskeltonus erhöhen und die Faszien unter ständige Spannung setzen. Diese Kombination aus physischen und psychischen Belastungen kann die Gesundheit der Faszien erheblich beeinträchtigen.

Auswirkungen auf die Muskeln und das Bindegewebe

Verklebte Faszien haben weitreichende Auswirkungen auf die Muskeln und das Bindegewebe. Wenn die Faszien verkleben, können sie die Beweglichkeit der Muskeln einschränken und zu Schmerzen führen. Dies kann die Ausführung alltäglicher Bewegungen erschweren und die Lebensqualität beeinträchtigen. Darüber hinaus kann die Verklebung der Faszien die Flexibilität und Elastizität des Bindegewebes reduzieren. Dies erhöht die Anfälligkeit für Verletzungen und kann langfristig zu chronischen Beschwerden führen. Die eingeschränkte Beweglichkeit und die damit verbundenen Schmerzen sind oft ein Teufelskreis, der ohne gezielte Maßnahmen schwer zu durchbrechen ist.

Kraftanforderung für die Behandlung von Faszien

Die Forschung von Chaudhry et al. (2008) hat gezeigt, dass extrem hohe Kräfte erforderlich sind, um das Gewebe der Faszien auch nur um 1% zu dehnen oder zu verformen. Diese Kräfte liegen weit über dem, was durch manuelle Therapien oder mit Faszienrollen erreicht werden kann.

Speziell wurde festgestellt, dass das straffe Gewebe der Plantarfaszie und der Fascia Lata extreme Belastungen aushalten kann, ohne sich signifikant zu verformen​​. Dies deutet darauf hin, dass die physiologischen Effekte von Faszientherapien eher auf andere Mechanismen als auf direkte strukturelle Veränderungen zurückzuführen sind.

Evidenzbasierte Betrachtung

Die Forschung zeigt jedoch, dass die Annahme, verklebte Faszien ließen sich einfach durch manuelle Therapien oder Hilfsmittel wie Faszienrollen dehnen oder lösen, nicht haltbar ist.

Faszien sind extrem widerstandsfähig und bedürfen weit höherer Kräfte, als der Mensch physiologisch aufbringen kann, um auch nur minimal verformt zu werden​​​​. Des Weiteren gibt es keine verlässlichen diagnostischen Methoden, um spezifische Probleme innerhalb der Faszien festzustellen oder den Zustand von Faszien zuverlässig zu “fühlen”​​​​.

Die Verbindung von Faszie und Schmerz ist eine der meist diskutierten Themen in der Welt der Physiotherapie.

Die Verbindung von Faszie und Schmerz ist eine der meist diskutierten Themen in der Welt der Physiotherapie.

Die wahrscheinliche Wirkung von Faszientherapien

Die positive Wirkung, die einige Menschen durch Faszientherapien erfahren, ist wahrscheinlich eher auf eine Beeinflussung des Nervensystems zurückzuführen als auf eine direkte Veränderung der Faszienstruktur selbst.

Therapien, die Schmerzen lindern oder die Beweglichkeit verbessern, tun dies möglicherweise durch Mechanismen wie “Schmerz hemmt Schmerz” oder durch die Verbesserung der propriozeptiven Feedbackmechanismen, nicht aber durch das Lösen von Verklebungen oder das Dehnen der Faszien​​.

Zum Beispiel könnte die Anwendung von Druck durch Therapie oder Faszienrollen zu einer temporären Verbesserung der Beweglichkeit oder einer Reduktion von Schmerzen führen, indem sie die Schmerzwahrnehmung durch Gate-Control-Mechanismen des Nervensystems oder durch psychologische Faktoren wie das Placebo-Effekt beeinflussen​​.

Die Wahrscheinlichkeit die Nervenfasern zu verletzen ist höher, als eine Verschiebung der Faszie.

Die Wahrscheinlichkeit die Nervenfasern zu verletzen ist höher, als eine Verschiebung der Faszie.

Tipps für die Fasziengesundheit

Die Gesundheit der Faszien kann durch verschiedene Maßnahmen gefördert werden. Regelmäßige Bewegung ist hierbei von zentraler Bedeutung. Durch gezieltes Training können die Faszien beansprucht und ihre Flexibilität und Elastizität verbessert werden. Ein weiteres effektives Hilfsmittel ist die Faszienrolle. Diese ermöglicht eine Selbstmassage des Bindegewebes und kann helfen, verklebtes Gewebe zu lösen und die Fasziengesundheit zu fördern. Auch eine gesunde Ernährung spielt eine wichtige Rolle. Eine Ernährung, die reich an basischen Lebensmitteln ist, kann den Körper entsäuern und die Faszien schützen. Ergänzend können bestimmte Nahrungsergänzungsmittel wie Silizium und OPC die Fasziengesundheit unterstützen. Durch die Kombination dieser Maßnahmen kann die Funktionalität und Gesundheit des Fasziengewebes nachhaltig verbessert werden.

Quellen und Forschung

Forscher wie Schleip et al. (2012) und Benjamin (2009) haben bedeutende Beiträge zur Erforschung der Faszien geleistet, indem sie deren vielfältige Funktionen und die Bedeutung für das muskuloskelettale System hervorheben. Die Arbeiten von Huijing (2009) und Stecco et al. (2008) beleuchten die Rolle der Faszien bei der Kraftübertragung und sensorischen Feedbackmechanismen.

Diese und weitere Studien tragen dazu bei, das Verständnis für die komplexen Eigenschaften und Funktionen der Faszien zu erweitern und unterstreichen die Notwendigkeit einer fortgesetzten Forschung in diesem Bereich​​.

Ein wichtiger Beitrag, um den Muskel und die Faszie zu stärken, ist regelmäßiges Training. Dadurch können Schmerzen reduziert und der Körper gestärkt werden.

Die Wahrscheinlichkeit die Nervenfasern zu verletzen ist höher, als eine Verschiebung der Faszie.

Die Erforschung der Faszien steht noch relativ am Anfang, und es bedarf weiterer Untersuchungen, um ihre Rolle im menschlichen Körper vollständig zu verstehen und wie diese Erkenntnisse in der Praxis, insbesondere in der Physiotherapie und Rehabilitation, genutzt werden können.

Die fortlaufende Debatte über die Definition und Kategorisierung von Faszien spiegelt die Komplexität des menschlichen Körpers wider und unterstreicht die Bedeutung eines multidisziplinären Ansatzes in der medizinischen Forschung.

Das Fasziengewebe lässt sich in seiner Betrachtung nicht vom Muskel trennen. Die Faszie umschließt den gesamten Muskel und ist ein wichtiges Stützelement bei der Bewegung.

Das Fasziengewebe lässt sich in seiner Betrachtung nicht vom Muskel trennen. Die Faszie umschließt den gesamten Muskel und ist ein wichtiges Stützelement bei der Bewegung.

Es ist wichtig, sich von der Vorstellung zu lösen, dass “verklebte Faszien” die Ursache für vielfältige Beschwerden sind und dass spezifische Faszientherapien die Lösung bieten. Schmerz ist ein komplexes, ganzheitliches Problem, das eine ebenso komplexe Behandlung erfordert.

Faszientherapien können als Teil eines umfassenden Behandlungsplans durchaus ihren Platz haben, jedoch nicht als Allheilmittel oder basierend auf der irrigen Annahme, man könne Faszien einfach “entkleben” oder durch direkten mechanischen Einfluss verändern​​.

Die Schmerzrezeptoren werden bei der Faszientherapie angesprochen und stimuliert.

Die Schmerzrezeptoren werden bei der Faszientherapie angesprochen und stimuliert.

Eine kritische und evidenzbasierte Auseinandersetzung mit dem Thema sowie die Förderung von Forschung in diesem Bereich sind essenziell, um Mythen zu entkräften und effektive Behandlungsstrategien zu entwickeln.

 

Einleitung

In der Welt der Physiotherapie ist die evidenzbasierte Praxis (EBP) ein Begriff, der zunehmend an Bedeutung gewinnt. Dieser Ansatz kombiniert klinische Expertise mit den besten verfügbaren Forschungsergebnissen und den Präferenzen des Patienten, um optimale Behandlungsergebnisse zu erzielen. In diesem Ratgeber erläutern wir die Prinzipien, was evidenzbasierte Physiotherapie bedeutet, wie sie funktioniert und warum sie für Patienten und Therapeuten gleichermaßen wichtig ist.

Was ist Physiotherapie? Die Definition gibt es hier!

 

Was ist Evidenzbasierte Physiotherapie?

1. Wissenschaftliche Forschung

Aktuelle Studien: Evidenzbasierte Physiotherapeuten nutzen die neuesten Forschungsergebnisse, um ihre Behandlungsmethoden zu informieren. Dies beinhaltet das Lesen und Analysieren von Studien (Reviews), die in renommierten medizinischen und physiotherapeutischen Fachzeitschriften/ Bücher oder Plattformen veröffentlicht werden.

Bewertung der Evidenz: Nicht alle Studien sind gleich. Therapeuten müssen nach besten Gewissen die Qualität der Forschung beurteilen, indem sie Faktoren wie die Studiengröße, die Methodik, die Anzahl und mögliche Interessenkonflikte berücksichtigen.

Anwendung auf die Praxis: Die Herausforderung besteht darin, die Ergebnisse wissenschaftlicher Forschung auf die individuelle Situation eines Patienten anzuwenden. Dies erfordert eine sorgfältige Abwägung, wie sich generelle Forschungsergebnisse auf spezifische Patientenfälle übertragen lassen.

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2. Klinische Expertise

Erfahrung des Therapeuten: Die individuelle Erfahrung des Physiotherapeuten ist entscheidend. Dies beinhaltet nicht nur das Wissen aus der Ausbildung, sondern auch die praktische Erfahrung aus der Arbeit mit einer Vielzahl von Patienten.

Professionelles Urteil: Evidenzbasierte Physiotherapie erfordert, dass Therapeuten ihr professionelles Urteilsvermögen mit gutem Gewissen einsetzen, um zu entscheiden, welche Behandlungen in bestimmten Fällen am besten geeignet sind.

Fortbildung: Um auf dem neuesten Stand der Forschung zu bleiben, müssen sich Physiotherapeuten kontinuierlich fortbilden und sich mit neuen Behandlungsmethoden und -techniken vertraut machen. Die Suche für evidenzbasierten Produkte oder Fortbildungen ist schwierig. Hierbei kann man sich Hilfe von „Physio Meets Science“ holen, die durch verschiedene Reviews, Inhalte und Datenbank uns Physio’s eine Möglichkeit geben, die Evidenz in der Therapie zu prüfen.

Ein/e Physiotherapeut/ Physiotherapeutin versucht seine Erkenntnisse den Patienten/ Patientinnen zu vermitteln, um die Erwartungen des Klienten zu erfüllen.

Ein/e Physiotherapeut/ Physiotherapeutin versucht seine Erkenntnisse den Patienten/ Patientinnen zu vermitteln, um die Erwartungen des Klienten zu erfüllen.

3. Patientenpräferenzen und -werte

Individuelle Bedürfnisse: Jeder Patient ist einzigartig, mit individuellen Bedürfnissen und Zielen. Evidenzbasierte Physiotherapie bezieht diese individuellen Faktoren in die Behandlungsplanung mit ein.

Patientenmitwirkung: Vor allem geht es darum, die Klienten aktiv in den Behandlungsprozess einzubeziehen, indem ihre Meinungen und Präferenzen berücksichtigt werden. Dies fördert ein Gefühl der Mitverantwortung und erhöht die Compliance mit dem Behandlungsplan.

Anpassung der Behandlung: Die Therapie wird regelmäßig angepasst, um die Veränderungen in der Gesundheit und den Wünschen des Patienten zu berücksichtigen und an die Beschwerden zu arbeiten. Dies stellt sicher, dass der Behandlungsplan stets relevant und effektiv bleibt und Einschränkungen mit einbezogen werden.

Neben der Physiotherapie bieten wir auch noch Ergotherapie, Reha-Sport, etc. an, um ein großes Spektrum an Therapiemöglichkeiten zu haben. Wir haben den Anspruch Fragen von Patienten/Patientinnen ausführlich beantworten und Hilfe leisten zu können.

Neben der Physiotherapie bieten wir auch noch Ergotherapie, Reha-Sport, etc. an, um ein großes Spektrum an Therapiemöglichkeiten zu haben. Wir haben den Anspruch Fragen von Patienten/Patientinnen ausführlich beantworten und Hilfe leisten zu können.

 

Wie funktioniert Evidenzbasierte Physiotherapie?

Schritt 1: Fragestellung Formulieren

Alles beginnt mit einer spezifischen klinischen Frage, oft formuliert als PICO (Patient/Problem, Intervention, Vergleich, Outcome). Dies hilft, die relevantesten Forschungsergebnisse zu identifizieren.

Hier geht es zu unserem Podcast!

Schritt 2: Forschung Finden und Bewerten

Physiotherapeuten suchen nach wissenschaftlichen Studien, Beweisen und Evidenz, die sich auf die gestellte Frage beziehen. Sie bewerten die Qualität der Forschung, um sicherzustellen, dass die Ergebnisse in der Medizin verlässlich sind.

Wir versuchen dem Kunden einen Zugang zu unserem Wissen bereitzustellen, in dem wir uns als Anspruch gesetzt haben, den Klienten aufzuklären.

Wir versuchen dem Kunden einen Zugang zu unserem Wissen bereitzustellen, in dem wir uns als Anspruch gesetzt haben, den Klienten aufzuklären.

Schritt 3: Forschung in die Praxis Umsetzen

Nachdem die relevanten Informationen gesammelt und bewertet wurden, wendet der Therapeut dieses Wissen der Evidenz auf den spezifischen Fall an, unter Berücksichtigung seiner Erfahrung und der Bedürfnisse des Patienten.

Die Kombination aus verschiedenen Therapiemöglichkeiten macht den Erfolg aus. Wir versuchen alle möglichen Facetten der Therapie miteinzubeziehen, um den Klienten seine alltäglichen Einschränkungen zu nehmen.

Die Kombination aus verschiedenen Therapiemöglichkeiten macht den Erfolg aus. Wir versuchen alle möglichen Facetten der Therapie miteinzubeziehen, um den Klienten seine alltäglichen Einschränkungen zu nehmen.

Schritt 4: Ergebnisse Evaluieren

Die Wirksamkeit der angewendeten Behandlung wird kontinuierlich überwacht und, falls notwendig, angepasst, um die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen.

 

Warum ist Evidenzbasierte Physiotherapie wichtig?

Verbesserte Patientenversorgung: Durch die Verwendung wissenschaftlich belegter Methoden können Physiotherapeuten effektivere Behandlungspläne erstellen.

Professionelle Entwicklung: Sie hält Therapeuten auf dem neuesten Stand der Forschung und fördert lebenslanges Lernen.

Patientensicherheit: Indem sie auf bewährten Methoden basiert, minimiert die evidenzbasierte Physiotherapie das Risiko von Schäden und maximiert den Nutzen für den Kunden.

Wir ergreifen verschiedene Maßnahmen, um Menschen in Bewegung zu bekommen. Dabei steht die Nutzung von Großgeräten oder Hanteln im Vordergrund.

Wir ergreifen verschiedene Maßnahmen, um Menschen in Bewegung zu bekommen. Dabei steht die Nutzung von Großgeräten oder Hanteln im Vordergrund.

Fazit

Die evidenzbasierte Physiotherapie stellt eine Brücke zwischen Forschung und klinischer Praxis dar und gewährleistet, dass Klienten eine Behandlung erhalten, die sowohl wissenschaftlich fundiert als auch individuell angepasst ist. Sie ist ein dynamischer und fortlaufender Prozess, der die Qualität der Physiotherapie kontinuierlich verbessert und sicherstellt, dass die Patientenversorgung auf dem neuesten Stand der wissenschaftlichen Forschung basiert.

Wir holen unsere wissenschaftlichen Erkenntnisse über Reviews, Datenbank, aktuelle Bücher oder dem neusten aus der Medizin. Die Inhalte werden wir in Zukunft zur Verfügung stellen, um unsere Therapie so transparent wie möglich zu gestalten.

Wir holen unsere wissenschaftlichen Erkenntnisse über Reviews, Datenbank, aktuelle Bücher oder dem neusten aus der Medizin. Die Inhalte werden wir in Zukunft zur Verfügung stellen, um unsere Therapie so transparent wie möglich zu gestalten.

 

Für weitere Informationen und spezifische Anwendungsbeispiele der evidenzbasierten Physiotherapie besuchen Sie unseren activano Ratgeber.

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Was muss ich bei der Physiotherapie nach Operation beachten?

In der modernen Medizin stellt die Operation oft nur den ersten Schritt auf dem Weg zur vollständigen Genesung dar. Die Operation stellt oft einen bedeutenden Einschnitt im Leben eines Patienten dar, und die postoperative Betreuung ist entscheidend für den Erfolg des Eingriffs und das Wohlbefinden des Patienten.

Als activano Wuppertal und Westerngrund, ein Unternehmen, das sich auf die Physiotherapie spezialisiert hat, wissen wir um die immense Bedeutung der postoperativen Betreuung.

Nach der Operation kann in einer Reha Training das Herz-Kreislaufsystem ankurbeln. Dabei ist das Know-How des Therapeut wichtig.

Mit unserem Expertenteam begleiten wir Patienten durch den gesamten Heilungsprozess und setzen alles daran, die besten Ergebnisse zu erzielen. In diesem Artikel beleuchten wir den Ablauf der Physiotherapie nach einer Operation, ihre Vorteile und warum sie so essenziell für die Genesung ist.

Vor der Operation

Vorbereitung auf die Operation:

Die Vorbereitung auf eine Operation ist ein entscheidender Schritt, um den Körper optimal auf den bevorstehenden Eingriff vorzubereiten. Eine gezielte Physiotherapie kann dabei helfen, die Muskeln zu stärken, die Beweglichkeit zu verbessern und das Herz-Kreislauf-System zu stabilisieren. Ein erfahrener Physiotherapeut erstellt einen individuellen Trainingsplan, der auf die spezifischen Bedürfnisse des Patienten abgestimmt ist. Durch regelmäßige Übungen wird der Körper widerstandsfähiger und besser auf die Belastungen einer Operation vorbereitet. Dies kann nicht nur den Heilungsprozess beschleunigen, sondern auch das Risiko von Komplikationen verringern. Die Vorbereitung auf die Operation durch Physiotherapie ist somit ein wichtiger Baustein für eine erfolgreiche Genesung.

Unmittelbare postoperative Phase (1-3 Tage nach der OP):

Beginn mit leichter Mobilisation:

Je nach Art der Operation und den Empfehlungen des Chirurgen kann es sinnvoll sein, mit den ersten passiven Bewegungsübungen bereits im Bett zu beginnen.

Schmerzmanagement:

In dieser Phase ist es besonders wichtig, die Schmerzen gut zu kontrollieren, um den Beginn der Physiotherapie zu erleichtern.

Wann darf was?

Frühe postoperative Phase (4 Tage bis 2 Wochen nach der OP):

Aktive Bewegungsübungen:

Hierbei geht es darum, den Bewegungsumfang des operierten Bereichs vorsichtig zu erweitern und Muskelschwund zu verhindern. In der Physiotherapie versuchen die Physiotherapeuten durch physiotherapeutische Übungen, beispielsweise die Beweglichkeit zu verbessern und die Muskeln zu stärken.

Physiologisches Gehen:

Bei Operationen an den unteren Extremitäten wird das physiologische Gehen unter Anleitung eines Physiotherapeuten wieder erlernt.

Mittlere postoperative Phase (2 bis 6 Wochen nach der OP):

Kräftigungsübungen:

Die Muskulatur rund um den operierten Bereich wird systematisch durch einen Physiotherapeut gekräftigt.

Nach einer Operation sollte es Ziel der Krankengymnastik sein, Schmerzen zu reduzieren

Koordinative Übungen:

Diese passive Behandlung hilft dabei, die volle Funktionsfähigkeit des operierten Bereichs wiederherzustellen.

Späte postoperative Phase (ab 6 Wochen nach der OP):

Funktionelle Übungen:

Diese zielen darauf ab, alltägliche Bewegungsabläufe zu trainieren und den Klienten auf seine normalen Aktivitäten vorzubereiten.

Rückkehr zur vollen Belastung:

In dieser Phase wird der Patient auf das Ende des Heilmittel der Physiotherapie und die Rückkehr zum normalen Leben vorbereitet.

Ein Ziel der Physiotherapie ist wieder Wiederherstellung der Kraft, der Beweglichkeit und dem Zusammenspiel von Muskulatur und Sehnen.

Ein Ziel der Physiotherapie ist wieder Wiederherstellung der Kraft, der Beweglichkeit und dem Zusammenspiel von Muskulatur und Sehnen.

Herz-Kreislauf-System und Körper

Ein gesundes Herz-Kreislauf-System ist essenziell für die Genesung nach einer Operation. Die Physiotherapie spielt eine zentrale Rolle dabei, das Herz-Kreislauf-System zu unterstützen und die allgemeine körperliche Gesundheit zu fördern. Durch gezielte Übungen wird die Durchblutung verbessert, was die Heilung des operierten Bereichs beschleunigt und Schwellungen reduziert. Zudem hilft die Physiotherapie, die Ausdauer und Leistungsfähigkeit des Körpers zu steigern, was besonders wichtig ist, um nach der Operation schnell wieder auf die Beine zu kommen. Ein starkes Herz-Kreislauf-System trägt maßgeblich dazu bei, dass Patienten schneller zu ihrem gewohnten Leben zurückkehren können.

Langfristige Gesundheitsziele

Die Physiotherapie endet nicht mit der unmittelbaren Genesung nach einer Operation. Langfristige Gesundheitsziele sind ein wesentlicher Bestandteil des Therapieplans. Durch kontinuierliche physiotherapeutische Betreuung können die erreichten Fortschritte erhalten und weiter ausgebaut werden. Regelmäßige Übungen und Trainingseinheiten helfen, die Beweglichkeit und Muskelkraft zu bewahren und Rückfällen vorzubeugen. Zudem fördert die Physiotherapie einen gesunden Lebensstil, der das allgemeine Wohlbefinden und die Lebensqualität verbessert. Langfristige Gesundheitsziele umfassen auch die Schulung der Patienten, wie sie ihren Körper im Alltag optimal belasten und schützen können. So trägt die Physiotherapie nachhaltig zur Gesundheit und Selbstständigkeit der Patienten bei.

Welche Therapien werden durchgeführt?

Nach einer Operation gibt der Arzt und der Physiotherapeut einen Fahrplan vor. Folgende Therapien können angewendet werden und als sinnvolle Ergänzung dienen:

Lymphdrainage: Eine spezialisierte Massagetechnik zur Verringerung von Schwellungen und Ödemen, besonders wichtig nach Operationen, bei denen Lymphknoten betroffen sind oder entfernt wurden.

Manuelle Therapie: Hierbei werden Techniken wie Gelenkmobilisation und Weichteilmassagen eingesetzt, um Beschwerden zu lindern und die Beweglichkeit zu verbessern.

Physikalische Therapie/ Elektrotherapie: Insbesondere die TENS (Transkutane Elektrische Nervenstimulation) ist weit verbreitet, um postoperative Schmerzen zu reduzieren, die Muskelfunktion zu fördern und eine Alternative zum Anregen der Durchblutung darzustellen.

Neuromuskuläres Training: Hier werden gezielte Übungen durchgeführt, um die Kontrolle und Koordination von Muskeln zu verbessern, was besonders nach Gelenkoperationen wichtig ist.

Krankengymnastik: Krankengymnastik ist eine Form der medizinischen Behandlung, die sich auf die Wiederherstellung, Erhaltung und Verbesserung der Beweglichkeit, Funktion und Gesundheit des Patienten konzentriert. Sie nutzt vor allem manuelle Techniken, Bewegungstherapie und therapeutische Übungen. Krankengymnastik wird oft nach Verletzungen, Operationen oder bei chronischen Erkrankungen eingesetzt, um Beschwerden zu lindern, die Funktion zu verbessern und die Selbstständigkeit des Patienten zu fördern.

Was ist Physiotherapie? Die Definition gibt es hier!

Vorteile der Physiotherapie nach einer Operation:

Schnellere Genesung:

Die postoperative Physiotherapie beschleunigt die Heilung maßgeblich. Durch gezielte Übungen wird die Durchblutung im operierten Bereich erhöht, was die Zellregeneration fördert und Schwellungen reduziert.

Ein rascher Beginn der Mobilisation minimiert Komplikationsrisiken und verhindert Muskelschwund. Physiotherapie unterstützt zudem den Muskelaufbau und verbessert die Gelenkbeweglichkeit, was den Alltag erleichtert. Auch auf die Psyche hat das aktive Mitwirken an der Genesung positive Effekte, wodurch der Heilungsprozess weiter beschleunigt wird.

Zudem optimiert die Therapie die Narbenheilung, was zu weniger Beschwerden führt. Insgesamt trägt Physiotherapie entscheidend zu einer schnelleren und effektiveren Genesung bei.

https://www.activano.de/was-ist-unterschied-zwischen-ems-therapie-und-training/

Verbesserung der Beweglichkeit:

Die Physiotherapie ist ein Schlüsselinstrument zur Steigerung der Beweglichkeit nach einer Operation. Durch individuell angepasste Übungen durch einen Physiotherapeuten werden versteifte Gelenke gelockert und Muskeln gedehnt, was den Bewegungsradius erhöht.

Regelmäßige Therapiesitzungen helfen, Einschränkungen zu überwinden und das volle Bewegungspotential des Körpers wiederherzustellen. Dies ermöglicht nicht nur eine bessere körperliche Funktion, sondern erleichtert auch alltägliche Aktivitäten und fördert die Selbstständigkeit des Patienten.

Kurz gesagt: Physiotherapie stellt eine essenzielle Rolle in der Rückgewinnung und Optimierung der Beweglichkeit dar.

Schmerzreduktion:

Die Physiotherapie ist ein bewährtes Mittel zur Schmerzreduktion nach chirurgischen Eingriffen. Durch gezielte Übungen, Mobilisation und manuelle Techniken werden Verspannungen gelöst und Entzündungen verringert. Dies führt zu einer Linderung von Beschwerden und Unbehagen.

Die kontinuierliche Bewegungstherapie verhindert zudem das Versteifen von Gelenken und reduziert Narbenschmerzen. Darüber hinaus lehrt die Physiotherapie Schmerzmanagementtechniken, die Patienten befähigen, Schmerzen aktiv zu kontrollieren und ihre Lebensqualität zu verbessern. Kurzum: Physiotherapie ist ein essenzielles Instrument zur Minimierung postoperativer Schmerzen.

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Vorbeugung von Komplikationen:

Die Physiotherapie dient nicht nur der Rehabilitation, sondern ist auch ein effektives Mittel zur Vorbeugung postoperativer Komplikationen. Durch gezielte Bewegungstherapie wird das Risiko von Blutstauungen und daraus resultierenden Thrombosen reduziert.

Atemübungen können Lungenkomplikationen vorbeugen, während frühzeitige Mobilisation das Risiko von Muskelatrophie und Gelenkversteifungen minimiert. Die regelmäßige Anwendung von physiotherapeutischen Techniken unterstützt zudem die korrekte Wund- und Narbenheilung und beugt Verwachsungen vor.

Insgesamt trägt Physiotherapie maßgeblich dazu bei, postoperative Komplikationen zu verhindern und den Genesungsverlauf zu optimieren.

Wiedererlangung der Selbstständigkeit:

Die Physiotherapie ist zentral für die Wiedererlangung der Selbstständigkeit nach operativen Eingriffen. Durch individuell angepasste Übungen und Trainingsprogramme wird die körperliche Stärke und Koordination wiederhergestellt.

Dies ermöglicht Patienten, alltägliche Aktivitäten wie Gehen, Stehen oder Greifen selbstständig auszuführen. Zudem werden durch die Therapie Selbstvertrauen und Eigeninitiative gefördert, was entscheidend für die Unabhängigkeit im Alltag ist.

Durch gezielte Schulungen lernen Patienten auch, möglichen Belastungen und Risiken im Alltag zu begegnen. Kurz gesagt: Die Physiotherapie ist ein entscheidender Baustein auf dem Weg zurück zur vollen Selbstständigkeit und Lebensqualität.

Es werden häufig Maßnahmen ergriffen, um den Klienten ein Verfahren zu zeigen, in dem sie mit der Problematik des Körpers am besten umgehen können.

Fazit:

Physiotherapie spielt eine zentrale Rolle im Genesungsprozess nach einer Operation. Durch einen systematischen Ansatz, der an die individuellen Bedürfnisse des Patienten angepasst ist, kann sie die Heilung beschleunigen, Schmerzen lindern und dazu beitragen, dass Patienten schneller zu ihrem gewohnten Leben zurückkehren können. Daher sollte die Physiotherapie als fester Bestandteil des postoperativen Behandlungsplans betrachtet werden.

 

Prager-Eltern-Kind-Programm (PEKIP)

PEKiP, das Prager-Eltern-Kind-Programm, ist ein Konzept, das in den 1970er Jahren von der tschechischen Pädagogin Jaroslava Kohoutová entwickelt wurde und seitdem weltweit Verbreitung gefunden hat. Das Hauptziel von PEKIP ist es, die Bindung zwischen Eltern und Kind zu stärken und die umfassende Entwicklung des Babys in den ersten Lebensmonaten zu fördern. Dabei werden insbesondere die motorische, sensorische, kognitive und soziale Entwicklung des Kindes in den Fokus gerückt.

PEKiP steht für Prager-Eltern-Kind-Programm.

Die Grundidee von PEKIP beruht darauf, dass Kinder von Geburt an aktiv und bereit zum Lernen sind. Durch gezielte Spiel- und Bewegungsangebote sollen die Babys ihre Sinne entdecken, ihre Fähigkeiten entwickeln und ihre Umgebung erforschen können. Dabei werden die Eltern als aktive Begleiter und Beobachter in den Entwicklungsprozess ihrer Kinder einbezogen.

Ein PEKIP-Kurs findet typischerweise in einer Gruppe statt, die von einem/einer ausgebildeten PEKIP-Leitern oder -Leiterinnen geleitet wird. Eltern, ihre Babys und Kinder treffen sich regelmäßig, um gemeinsam an verschiedenen Aktivitäten teilzunehmen. Diese Aktivitäten können beispielsweise Massage- und Bewegungsspiele, Sinnesanregungen oder das Singen von Liedern und Reimen umfassen.

 

Ein zentraler Aspekt des Programms liegt darin, dass sie großen Wert auf die individuellen Bedürfnisse und Fähigkeiten jedes einzelnen Kindes legt. Es wird darauf geachtet, dass die Angebote altersgerecht gestaltet sind und die Entwicklungsprozesse jedes Babys respektiert werden. In der Gruppe erhalten Eltern zudem wertvolle Informationen und haben die Möglichkeit zum Austausch zu verschiedenen Themen rund um die Entwicklung ihres Kindes.

Bei PEKiP geht es darum die Verbindung zwischen Eltern und Kind zu stärken.

Das Prager Eltern-Kind-Programm kann für Eltern eine wertvolle Unterstützung sein, um die Bindung zu ihrem Baby zu stärken, neue Anregungen für die spielerische Förderung zu erhalten und andere Eltern kennenzulernen. Es bietet einen spielerischen und liebevollen Rahmen, um die ersten Monate des Babys bewusst zu erleben und die Entwicklungsprozess aktiv zu begleiten.

Die Teilnahme an PEKIP-Gruppen kann für Eltern eine bereichernde Erfahrung sein, da sie nicht nur die Möglichkeit haben, ihr Kind besser kennenzulernen, sondern auch andere Eltern treffen, die sich in einer ähnlichen Lebenssituation befinden. Der Austausch von Erfahrungen und das Teilen von Freuden und Herausforderungen können dazu beitragen, dass sich Eltern unterstützt und verstanden fühlen.

Babys interagieren untereinander und lernen von jedem Einzelnen.

Darüber hinaus bietet Prager-Eltern-Kind-Programm den Eltern wertvolle Anleitungen, um das Spiel und die Interaktion mit ihrem Baby zu fördern. Die gezielten Aktivitäten und Übungen in den Kursen sollen die Entwicklungsprozesse des Babys/ der Kinder unterstützen und seine Sinne, Bewegungen und kognitiven Fähigkeiten stimulieren.

Das Gesicht hinter unserem PEKiP-Konzept ist Sophie Schellenberg.

Insgesamt trägt PEKIP dazu bei, dass Eltern im ersten Lebensjahr eine intensivere Beziehung zu ihrem Baby aufbauen können und gleichzeitig ihr Verständnis für die Bedürfnisse und den Entwicklungsprozess ihres Kindes vertiefen. Durch die aktive Teilnahme an den Kursen können Eltern die wunderbare Zeit der frühen Kindheit bewusst erleben und ihren Beitrag zur Frühförderung der ganzheitlichen Entwicklung ihrer Säuglinge leisten.

 

Vorteile eines PEKiP-Kurs:

Förderung der Eltern-Kind-Bindung:

Ein PEKIP-Kurs legt großen Wert darauf, die Bindung zwischen Eltern und Kinder von Anfang an zu stärken. Durch gemeinsame spielerische Aktivitäten und die bewusste Interaktion während der Stunden entwickeln Eltern eine tiefere Verbindung zu ihrem Baby.

Mutter und Kind interagieren und harmonieren zusammen.

Ganzheitliche Entwicklungsförderung:

PEKIP unterstützt die umfassende Entwicklung des Babys, einschließlich motorischer, sensorischer, kognitiver und sozialer Aspekte. Die gezielten Aktivitäten und Spiele in Gruppen zielen darauf ab, die verschiedenen Sinne und Fähigkeiten des Kindes zu stimulieren.

Es werden verschiedene Spiele zusammen gespielt.

Frühe Sinnesanregung:

In den ersten Lebensmonaten sind Säuglinge besonders empfänglich für sensorische Erfahrungen. Ein PEKIP-Kurs bietet vielfältige Sinnesanregungen wie Berührungen, visuelle Stimulation, Klangspiele und Bewegung, die dazu beitragen, die Wahrnehmungsfähigkeiten des Babys zu entwickeln.

Es ist eine sehr besondere Stimmung und ein guter Austausch zwischen den Eltern.

Elterlicher Austausch und Unterstützung:

PEKIP-Kurse sind eine Gelegenheit für Eltern, sich mit anderen Eltern auszutauschen. Dieser soziale Aspekt ermöglicht es, Erfahrungen zu teilen, Fragen zu stellen und sich gegenseitig zu unterstützen. Das Gefühl, nicht alleine mit den Herausforderungen der Elternschaft zu sein, kann sehr wertvoll sein.

Sicherer Raum für Fragen und Unsicherheiten:

In Kursen haben Eltern die Möglichkeit, Fragen zu stellen und Unsicherheiten bezüglich des Entwicklungsprozesses ihres Babys anzusprechen. Die ausgebildeten Leiter oder Leiterinnen können Informationen und Ratschläge bieten, die auf wissenschaftlich fundierten Erkenntnissen basieren.

Diese Vorteile machen PEKIP zu einer attraktiven Option für die Erzeihungsberechtigten, die eine aktive Rolle in der Entwicklung ihres Babys spielen möchten, während sie gleichzeitig von einer unterstützenden Gemeinschaft profitieren.

Das Baby lernt neue motorische Fähigkeiten.

Wann darf ich mit dem Kurs starten?

PEKIP-Kurse können in der Regel ab dem ersten Lebensmonat des Babys starten. Die meisten Programme richten sich an Babys im Alter von vier bis sechs Wochen bis zu etwa 12 Monaten. Der Grund dafür ist, dass PEKIP darauf abzielt, die frühkindlichen Entwicklungsprozesse von Anfang an zu fördern und die Bindung zwischen Eltern und Kind von den ersten Lebenswochen an zu stärken.

Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass sich die genauen Startzeiten für Kurse je nach Anbieter und Region unterscheiden können. Einige Programme bieten auch spezielle Kurse für unterschiedliche Altersgruppen an, um sicherzustellen, dass die Aktivitäten und Spiele den Entwicklungsstufen der Babys gerecht werden.

Es wird empfohlen, sich frühzeitig über die Verfügbarkeit von Kursen in Ihrer Nähe zu informieren und sich rechtzeitig anzumelden, da die Plätze oft begrenzt sein können. Es ist eine großartige Möglichkeit für die Erziehungsberechtigten, von den frühesten Lebensmonaten ihres Babys an aktiv an seiner Entwicklung teilzunehmen.

Wer darf PEKiP-Kurse anbieten?

PEKIP kann von speziell dafür ausgebildeten Fachkräften angeboten werden. Dies sind in der Regel PEKIP-Leiterinnen oder PEKIP-Leiter, die eine entsprechende Qualifikation und Ausbildung besitzen. Diese Ausbildung befähigt sie dazu, die Prinzipien und Methoden des Prager-Eltern-Kind-Programms kompetent umzusetzen und Kurse anzuleiten.

Es wird in einer Gruppe interagiert und sich ausgetauscht.

Die Ausbildung zum PEKIP-Leiter oder zur PEKIP-Leiterin umfasst in der Regel mehrere Module, in denen die Teilnehmenden sowohl theoretisches Wissen über die Entwicklungsstufen von Säuglingen als auch praktische Fähigkeiten zur Durchführung von PEKIP-Stunden erlernen. Während der Ausbildung wird auch darauf geachtet, dass die angehenden Kursleiterinnen die Grundsätze der respektvollen und sensiblen Betreuung von Babys und Eltern verstehen.

Es ist wichtig zu beachten, dass nicht jeder einfach so PEKIP-Kurse anbieten kann. Die Qualität der Kurse hängt stark von der Professionalität und Qualifikation der Leiterinnen oder Leiter ab. Eltern, die an PEKIP-Kursen teilnehmen möchten, sollten sicherstellen, dass die angebotenen Kurse von ausgebildeten PEKIP-Fachkräften geleitet werden.

Gerne beraten wir so vor Ort, welche weiteren Möglichkeiten es noch gibt.

Die genauen Anforderungen und Voraussetzungen für die Ausbildung zum PEKIP-Leiter oder zur PEKIP-Leiterin können je nach Land oder Region variieren. Es empfiehlt sich, sich bei anerkannten Verbänden oder Organisationen nach den entsprechenden Richtlinien zu erkundigen.

PEKiP-Kurse in der activano Wuppertal

Für Interesse an der Teilnahme des Kurses in unserer Physiotherapie-Praxis der activano Wuppertal in Barmen kannst du dich telefonisch unter der 0202-7589000, per E-Mail (wuppertal@activano.de) oder per WhatsApp bei uns melden. Alles weitere würde dann in einer Beratung erklärt werden.